Worauf basiert die Arbeit mit dem C-Eye-System?

Die Arbeit mit dem C-Eye-System basiert auf Blickkontakt mit dem Gerät. Der Patient konzentriert seinen Blick eine gewisse Zeit lang (min. 0,6 Sek. – Zeit anpassbar) auf ein entsprechendes Element auf dem Bildschirm. Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit wird das Element markiert. Auf diese Weise bekommt der Patient die Möglichkeit, mit seinem Umfeld zu kommunizieren, Fragen zu beantworten und sogar auf einer virtuellen Tastatur zu schreiben. Zusätzlich bietet das C-Eye-System eine reichhaltige Datenbank mit Aufgaben und Übungen zur Neurorehabilitation.

Was kostet das C-Eye-System?

C-Eye ist in zwei Versionen erhältlich: C-Eye für private Kunden und C-Eye II PRO für medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser. Das Gerät wird individuell an die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden angepasst; deshalb ist der Preis für die Anlage nicht fest, sondern er unterscheidet sich je nach der Version und dem gewählten Funktionalitäten-Paket.

Was kostet eine Untersuchung mithilfe von C-Eye?

Jede medizinische Einrichtung verfolgt eine eigene Preispolitik in Bezug auf die Kosten einer Untersuchungs-/Rehabilitationssitzung mit C-Eye.

Können Kinder C-Eye in Anspruch nehmen?

Das Unterrichten von Kindern mithilfe von C-Eye ist sehr einfach. Gleiches gilt für Therapien. Mit großem Erfolg verwenden Kinder das C-Eye-System und erreichten dabei sehr gute Ergebnisse.

Kann man mithilfe von C-Eye beurteilen, ob sich der Patient in einem vegetativen Zustand oder einem Zustand minimalen Bewusstseins befindet?

Ja. Personen im vegetativen Zustand reagieren nur auf plötzliche Sehreize und die Blickfixierung ist zeitlich sehr begrenzt. Dagegen sind Personen im Zustand minimalen Bewusstseins im Stande, ihren Blick länger zu fixieren und auf dem Bildschirm Elemente zu verfolgen. Kann also der Patient seinen Blick auf einen Punkt länger fixieren und eine bestimmte Antwort markieren, so bedeutet das, dass er sich mindestens im Zustand minimalen Bewusstseins befindet.

Verfügen Sie über Informationen/Daten zur Innovation dieser Methode im Rahmen des Einsatzes des C-Eye-Systems bei der Rehabilitation von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems?

Wir verfügen über ein Gutachten zur Innovation von C-Eye als eines Geräts zur neurologischen Rehabilitation mithilfe des Sehkanals. Zyklisch überprüfen wir auch den aktuellen Wissensstand zum Einsatz der Blickverfolgungstechnologie (Eye-Tracker) auf diesem Gebiet.

Braucht mein(e) Angehörige(r) dieses Gerät?

Das C-Eye erleichtert den täglichen Kontakt mit Patienten mit herabgesetztem Bewusstsein deutlich. Darüber hinaus verhindert man durch systematische Übungen im Panel Neurorehabilitation den Schwund neuronaler Verbindungen im Gehirn und sorgt für eine ständige geistige Aktivität.

Ist ein Aufenthalt in einer medizinischen Einrichtung notwendig, um zu überprüfen, ob der Patient mit C-Eye arbeiten kann?

Es wird ein mehrtägiger Aufenthalt in einer medizinischen Einrichtung empfohlen, um eine objektivere Beurteilung des Zustands des Patienten sicherzustellen. Allerdings ist dies nicht unabdingbar. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Termin mit einem Berater zu vereinbaren, um zu überprüfen, ob eine Interaktion des Patienten mit C-Eye überhaupt möglich ist. Dabei ist anzumerken, dass der Erfolg einer Untersuchungssitzung in hohem Maße vom psychischen Zustand des Patienten abhängt.

Wann erzielt die Neurorehabilitation mit C-Eye die besten Ergebnisse?

Die besten Ergebnisse lassen sich bei der Arbeit mit C-Eye zu Hause erreichen, wo der Patient am reaktivsten ist. Bei der Rehabilitation stellen systematische und zyklische therapeutische Sitzungen einen sehr bedeutenden Aspekt dar.

Kann das C-Eye-System ohne Aufsicht qualifizierter Rehabilitanden und Ärzte eingesetzt werden?

Ja. Zuerst muss man sich aber mit der dem C-Eye-System beigefügten Gebrauchsanweisung und dem methodischen Leitfaden vertraut machen.

Wie kann ich sichergehen, dass der Patient meine Frage versteht? Wie kann man überprüfen, dass die Antworten nicht zufällig markiert wurden?

Bei der Arbeit mit dem C-Eye-System stützen wir uns auf das Prinzip der Wiederholbarkeit der markierten Antworten. Wenn der Patient mehrmals in Folge die gleiche Antwort markiert, ist das für uns ein Signal, dass er die Anweisung versteht. In diesem Falle bemühen wir uns, die Wünsche des Patienten zu erfüllen. Wenn er beispielsweise bei zwei oder drei Sitzungen in Folge das Feld „ich möchte Musik hören“ auswählt, dann erfüllen wir seinen Wunsch und schalten für ihn angenehme Klänge ein. Dies motiviert den Patienten dazu, sich weiter anzustrengen, und liefert ihm gleichzeitig eine Rückmeldung, dass wir ihn verstehen und dass er trotz Beschränkungen etwas bewirken kann.

Woraus besteht C-Eye? Was ist der Unterschied zwischen C-Eye und dem in medizinischen Einrichtungen eingesetzten C-Eye II PRO?

C-Eye besteht aus einem elektronischen Gerät mit einer Spezial-Software, die sich durch Berührung wie auch mithilfe des Blickes steuern lässt. C-Eye II PRO wird in medizinischen Einrichtungen und Krankenhäusern eingesetzt und umfasst ein zusätzliches Modul (Beurteilung des neurologischen Zustands), Pakete und Funktionalitäten, die den Ärzten und Rehabilitanden bei der Diagnose und einer professionellen Rehabilitation dienen. Darüber hinaus ist der Umfang der Lizenz für C-Eye II PRO weiter (mögliche Arbeit mit einem oder auch mehreren Patienten). Zudem kommt ein anderer Eye-Tracker zum Einsatz (Blickverfolgungsschnittstelle). Jedem C-Eye-Gerät ist ein Rollausleger beigefügt, mit dessen Hilfe der Patient in beliebiger Stellung mit dem System arbeiten kann.

Muss ich C-Eye auf meinem eigenen Computer oder einem anderen Gerät wie z. B. einem Tablet installieren?

Das C-Eye-System ist ein vollständiges Gerät und es ist nicht möglich, die C-Eye-Software von der Hardware zu trennen. Beim Erwerb von C-Eye braucht der Benutzer keine zusätzlichen Elemente, um es nutzen zu können.

Muss C-Eye an jeden Patienten individuell angepasst werden?

Ja. Durch die personalisierte Einstellung von C-Eye arbeitet das Gerät genauer und bewirkt, dass man bei der therapeutischen Arbeit bessere Ergebnisse erreichen kann.

Welche Übungen gibt es im C-Eye-System?

Im C-Eye-System gibt es mannigfaltige Übungen, angefangen bei der Blickstimulation bis hin zu Übungen zur Neurorehabilitation. Trainiert werden können Sprachfähigkeiten, Seh- und Raumvorstellung, Gedächtnis, Denken oder auch Kommunikationsfähigkeiten.

Inwieweit hilft C-Eye zu kommunizieren?

Bei C-Eye gibt er drei Wege zur Kommunikation: blickgesteuertes Schreiben auf einer virtuellen Tastatur, Kommunikation mithilfe von Piktogrammen (für Personen ohne aufrechterhaltene Fähigkeit des Lesens und Schreibens) sowie mithilfe von fertigen Textmitteilungen. Dank C-Eye können z. B. aktuelle Bedürfnisse des Patienten ermittelt werden – ob er Schmerzen, Hunger oder Durst empfindet oder etwa Lust hat, Musik zu hören.

Kann das C-Eye-System noch weiter individualisiert werden (kann man dem Patienten mithilfe des Geräts Fragen stellen, die von der Original-Software nicht berücksichtigt werden)?

Ja. Dank editierbarer Folien und dem Editor für multimediale Kommunikation lassen sich das Gerät und die Mitteilungen individualisieren.

Kann ein gelähmter Patient (mit funktionsfähigem Blick) mithilfe des C-Eye-Systems Massenmedien eigenständig nutzen (z. B. Filme ansehen und Musik hören)?

Das C-Eye-System ermöglicht den Patienten, den eingebauten Musikplayer, Audiobooks sowie einen E-Book-Reader und Bilddateienbetrachter (im PDF-, RTF- und TXT-Format) selbstständig in Anspruch zu nehmen. Mit C-Eye kann man Familienfotos ansehen und dem Patienten seine Lieblingsmusik vorspielen. Es genügt, einen USB-Stick oder eine externe Festplatte an das Gerät anzuschließen und Daten ins C-Eye-System zu übertragen. Dann kann man eine individuelle Präsentation mit Beschriftungen erstellen, den Bild- und Textdateienbetrachter oder auch Musik-Player starten.

Warum sind die Mitteilungen und Piktogramme im System schwarz-weiß?

Sehr oft kommt es dazu, dass Farben Patienten stören und ablenken. Um zu viele Reize zu vermeiden, ist der Text der Mitteilungen schwarz und ihr Hintergrund weiß. Ähnlich verhält es sich mit den Piktogrammen. Auch die Inhalte der Mitteilungen und Piktogramme sind klar und verständlich – sie müssen nämlich für die Patienten eindeutig sein.

Kann man eine Schutzhülle für C-Eye erwerben?

C-Eye wird im Fabrikkarton mit einem Griff verkauft. Aktuell ist es nicht möglich, eine Schutzhülle für das Gerät zu erwerben.

Soll die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Sehorgans bereits in der ersten Sitzung durchgeführt werden?

Dies hängt vom Patienten ab. Es wird empfohlen, den Patienten in der ersten Sitzung mit dem Gerät vertraut zu machen (von den Bestandteilen und dem Ziel der Arbeit mit dem System usw. zu erzählen). Dann kann man versuchen, einige einfache Übungen zu machen, mit denen sondiert werden kann, ob der Patient im Stande ist, die Arbeit mit dem Gerät aufzunehmen.

Worauf ist bei den ersten Sitzungen zu achten?

Die Markierungszeit der Elemente (Fixierungszeit) muss richtig eingestellt werden (anfangs soll sie kurz sein, um den Patienten an das Gerät zu gewöhnen). Auch die Hintergrundfarbe sollte individuell angepasst werden (Pastellfarben werden bevorzugt). Außerdem ist es wichtig, dass die Sitzungen mit C-Eye zu einer für den Patienten günstigen Tageszeit stattfinden.

Beantwortet der Patient die gestellten Fragen sofort?

Personen mit herabgesetztem Bewusstsein weisen eine zeitversetzte Reaktion auf. Deshalb sollte man ihnen mehr Zeit geben, damit sie eine Antwort liefern können. Man sollte dem Patienten erlauben, sich einen Überblick über die Inhalte auf dem Bildschirm zu verschaffen und zu überlegen. Man sollte ihm keine Hinweise geben.

Wie soll man reagieren, wenn der Patient die Aufgaben im Panel Neurorehabilitation nicht machen möchte?

In erster Linie soll man dem Patienten erklären, warum er diese Aufgaben machen soll, was ihr Ziel ist und welche Nutzen die Rehabilitation mit C-Eye bringen kann.

Wann soll die Markierungszeit der Elemente geändert werden?

Am besten dann, wenn man merkt, dass der Patient ohne größere Schwierigkeiten Elemente auf dem Bildschirm markieren kann. In diesem Fall kann man die Markierungszeit um eine Stufe erhöhen.

Wie kann ich überprüfen, ob der Patient den gegebenen Punkt gezielt fixiert?

Im C-Eye-System gibt es eine spezielle Übung, mit der Blickfixierung und Sakkade überprüft und trainiert werden können. Zusätzlich kann man durch die Wiederholung der entsprechenden Übung überprüfen, ob der Patient das jeweilige Element gezielt auswählt.

Was muss der Patient machen, um auf dem Bildschirm eine Antwort zu markieren?

Um seine Wahl zu bestätigen, muss der Patient eine bestimmte Stelle (ein Piktogramm oder eine Mitteilung) länger fixieren. Dabei erscheint auf dem Bildschirm ein sich schließender Kreis, der die Zeit misst. Sobald sich dieser schließt, wird die Antwort erfolgreich markiert. Die Markierungszeit der Elemente lässt sich je nach den Bedürfnissen des Patienten ändern.

Kann man an einer Schulung zum Gebrauch von C-Eye via Internet teilnehmen?

Nein.

Führen Sie Diagnosen von Erkrankungen durch?

Nein. C-Eye unterstützt die Beurteilung des neurologischen Zustands des Patienten im Bereich seiner Erkenntnisfunktionen und des aufrechterhaltenen Bewusstseins.

Für wen ist C-Eye bestimmt und wer kann das Gerät nutzen?

Das C-Eye-System ist vor allem für neurologische Patienten bestimmt – Patienten nach einem Sauerstoffmangel, nach Hirnschlägen, Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Verletzungen sowie für Patienten mit Tetraparese, Aphasie und ALS. Neben Erwachsenen können auch Kinder und Jugendliche mit unterschiedlich bedingten Kommunikationsbarrieren (Entwicklungsstörungen, intellektuelle Behinderung, genetische Krankheiten u. ä.) C-Eye nutzen.

Können Patienten, die als Personen im vegetativen Zustand diagnostiziert wurden, das Gerät in Anspruch nehmen?

Diesen Versuch sollte man unbedingt wagen. 43% aller Personen, die als Patienten im vegetativen Zustand diagnostiziert wurden, haben in Wirklichkeit mindestens ein minimales Bewusstsein aufrechterhalten. Diese Patienten können mit C-Eye trainieren. Sollte sich aber herausstellen, dass sich der Patient tatsächlich im vegetativen Zustand befindet, dann wird er mit dem Gerät nicht arbeiten können, weil bei diesen Patienten Blickfixierung und Wahrnehmung von Mitteilungen fehlen und zusätzlich eine starke Aufmerksamkeitsstörung vorliegt.

Kann das C-Eye-System Kommunikation und Entwicklung von Kindern mit infantiler Zerebralparese fördern?

Ja. C-Eye wird aktuell in mehreren Einrichtungen eingesetzt, in denen Kinder mit unterschiedlichen Störungen behandelt werden. Die Therapeuten in diesen medizinischen Einrichtungen bestätigen den bedeutenden positiven Einfluss von C-Eye auf die Verbesserung der Kommunikation und die Entwicklung von Kindern, darunter Kinder mit infantiler Zerebralparese.

Können Gehörlose mit dem C-Eye-System arbeiten?

Ja. In diesem Falle stützt man sich hauptsächlich auf Übungen zur Seh- und Raumvorstellung sowie Gedächtnisübungen. Die Anweisungen werden vom System vorgelesen und gleichzeitig auf dem Bildschirm angezeigt. Somit können auch gehörlose Patienten das C-Eye-System nutzen.

Können Patienten mit motorischer Aphasie das System nutzen?

Ja. Personen mit jeder Form von Aphasie können C-Eye nutzen. Je nach dem Ausmaß der Störungen werden sie nur mehr Zeit brauchen, um das Gerät reibungslos bedienen zu können. Erwähnenswert ist dabei, dass das Gerät den Prozess der Sprachtherapie deutlich fördert.

Können Personen mit Verständnisstörungen (sensorischer Aphasie) das Gerät nutzen?

Natürlich. Der Umfang der Aufgaben wird aber teilweise angepasst. Mit C-Eye helfen wir dem Patienten, einfache Wörter und später auch Anweisungen verstehen zu lernen. Dabei ist das eingebaute Text-to-Speech-System ein Vorteil, da sich die Patienten mit seiner Hilfe die Bezeichnungen der Gegenstände besser einprägen können.

Kann das C-Eye-System Patienten mit Aufmerksamkeitsstörungen infolge eines Sauerstoffmangels helfen?

Ja.

Eignet sich C-Eye für Patienten mit Rett-Syndrom?

Ja. Durch die Ausführung von Übungen (auch für Kinder) erhöht C-Eye die Lebensqualität von Patienten mit Rett-Syndrom und unterstützt sie bei der Kommunikation.

Können Personen im Koma das Gerät nutzen?

Nein. Personen im Koma sind unbewusst und bewusstlos. Ihre Augen sind verschlossen; dies schließt die Arbeit mit dem C-Eye-System eindeutig aus.

Wichtig! Patienten im Koma sind nicht zu verwechseln mit Patienten mit einer Ptosis. Bei einer Ptosis kann man den Patienten helfen, indem man ihnen die oberen Augenlider festhält. Dabei soll man die Augen des Patienten entsprechend mit Augentropfen nähren und befeuchten. Schon mehrfach hat es sich in der Praxis gezeigt, dass Patienten mit einer Ptosis sehr gut mit C-Eye arbeiten konnten.