Alicja

Alicja erlitt einen schweren Schlaganfall, der eine vollständige Lähmung ihres Körpers zur Folge hatte – sie wies nachher keine äußeren Anzeichen von Bewusstsein auf. Laut ärztlicher Diagnose bewegte sie nicht einmal ihre Augen absichtlich. Ihr Zustand wurde als vegetativ eingestuft. Die Ärzte wollten sie sogar vor unterschiedlichen chirurgischen Eingriffen nicht betäuben, weil sie behaupteten, dass Alicja sowieso nichts spürt.

Sieben Jahre nach dem Unglück gelangte Alicja in ein Zentrum für neurologische Rehabilitation, in dem C-Eye alltäglich eingesetzt wird. Alicjas Ehemann spürte, dass der Zustand seiner Frau nicht dermaßen hoffnungslos war, wie die Ärzte es behaupteten. Er glaubte daran, dass Alicja allen beweisen würde, dass sie alles um sich herum versteht und spürt. Während der ersten Untersuchungssitzung machte Alicja eine einfache, doch revolutionäre Geste – sie wandte ihren Kopf in Richtung C-Eye. Die Ergebnisse weiterer Sitzungen waren noch erfolgversprechender. Bereits in der vierten Sitzung konnte Alicja das Gerät frei bedienen und sogar alle präsentierten Aufgaben richtig ausführen.

Der beste Beweis dafür, dass Alicja völlig bewusst ist und die ganze Zeit alles verstanden und gespürt hatte, war für ihren Ehemann die Tatsache, dass sie von den auf dem Bildschirm präsentierten Schuhen gerade die mit ihrem Blick ausgewählt hatte, die sie ein Tag vor ihrem Hirnschlag gekauft hatte.

Die aktuelle endgültige neurologische Diagnose lautet: Locked-in-Syndrom. Ohne C-Eye wäre Alica bis heute als Person im vegetativen Zustand eingestuft.

Zbigniew

Zbigniew ist über 70 Jahre alt. Er leidet an fortgeschrittener Parkinson-Krankheit und Tetraplegie. Verbal kommuniziert er nicht. Zweimal täglich muss ihm Dopamin verabreicht werden, damit er seine Augen offen hält.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters und seiner ernsthaften Krankheiten hat Zbigniew sofort die Zusammenarbeit mit C-Eye im fortgeschrittenen Ausmaß aufgenommen. Nach etwa 15 Minuten konnte er schon eine freie Kommunikation mit den Therapeuten führen. Als seine Frau erschien, konnte er mit ihr nach mehreren Jahren endlich frei kommunizieren und seine Emotionen zum Ausdruck bringen. Es war auch sehr rührend, dass die ersten Mitteilungen an seine Frau lauteten: „Ich liebe dich“ und „Ich bin verliebt“, und an den C-Eye-Therapeuten: „Danke“.

Kasia

Vor dem Erwerb des Geräts verständigte sich Kasia, die an infantiler Zerebralparese leidet, über Blinzeln und eine für „ja“ und „nein“ festgelegte Gesichtsmimik. Derzeit führt sie alle im System verfügbaren Übungen gerne aus. Am meisten mag sie Aufgaben mit bunten Fotos, die die Wirklichkeit widerspiegeln.

Kasia kommuniziert mit der Umgebung über fertige Mitteilungen und Bilder (Piktogramme). Sie stellt sich ständig neuen Herausforderungen. Sie möchte fließend mit der virtuellen Tastatur schreiben. Derzeit schreibt sie langsam, Buchstabe für Buchstabe, einfache Wörter.

Ihre Eltern sind der Meinung, dass C-Eye ein Traumgerät ist, auf das sie 25 Jahre lang gewartet haben.

Rafał

Patient im Alter von 27. Vor elf Jahren überdosierte er Drogen und Designerdrogen, was zum Herzstillstand führte. Er wurde wie folgt diagnostiziert: Barthel-Skala – 0,  Glasgow-Skala – 4.  Er wird einer dauerhaften physikalischen Rehabilitation unterzogen. Sein körperlicher Zustand ist sehr gut. Beim ersten Kontakt  konnten bei ihm keine verfolgenden Augenbewegungen beobachtet werden.

Beim ersten Versuch begann Rafał nach etwa einer Stunde Augentraining, mit C-Eye zu arbeiten. Das Training bestand in der Stimulation der Augenmuskeln durch unterschiedliche Seh- und Hörreize (Katze, Trompete). Durch diese Stimulation wurde beim Patienten die Fähigkeit aktiviert, das gegebene Objekt auf dem Bildschirm mit dem Blick zu verfolgen.

Beim zweiten Versuch wollte der Patient etwa drei Stunden lang nicht mit dem Gerät arbeiten, höchstwahrscheinlich wegen der Witterungsbedingungen (niedriger Luftdruck, ein sehr regnerischer Tag). Nach etwa drei Stunden wurde Rafał mit dem kalibrierten Gerät alleine gelassen und hat dann alle sehr schnell überrascht. Er bewegte sich selbstständig im Modul Kommunikation und Unterhaltung und brachte dort folgende Gefühle zum Ausdruck: „Ich bin wütend“, „Ich vermisse meine Freunde“, „Ich vermisse Unterhaltung“, „Ich vermisse mein früheres Leben“.

Beurteilung des Patientenzustands nach Untersuchungen:

Der Patient ist bewusst, starke Demenz. Er kann lesen und einzelne Wörter erkennen. C-Eye verwendet er Problemlos im Bereich der Kommunikation mit der Umgebung.

Leszek

Trotz der Diagnose, dass Leszek nicht sieht, wurde im Reha-Zentrum bemerkt, dass er auf C-Eye, das in seiner Nähe stand, blickte. Anfangs konnte er seinen Blick auf kein angezeigtes Element konzentrieren. Dadurch konnte er auch nichts auf dem Bildschirm markieren. Trotzdem nahm der Patient mindestens drei Mal pro Woche an therapeutischen Sitzungen (jeweils 5-15 Minuten) teil, obwohl er keinen Sehreiz in der Sektion Blickstimulation fixieren konnte.

Nach einem Monat Arbeit mit C-Eye wurde der Patient erneut von einer Augenärztin untersucht, die feststellte, dass der Patient weder mit dem einen noch dem anderen Auge sehen kann. Somit stellte sie die Zweckmäßigkeit seiner Teilnahme an den therapeutischen Sitzungen mit C-Eye in Frage.

Dank der Hartnäckigkeit der Therapeutin, die mit der Familie des Patienten zusammenarbeitete, wurde Leszek eine Brille aufgesetzt, die seinen Sehfehler korrigierte (den er schon vor dem Unfall hatte). Von da an nahm Leszek mit der Brille an C-Eye-Sitzungen teil. Nach vier Monaten konnte er C-Eye frei bedienen und einzelne Elemente auf dem Bildschirm mit einer Markierungszeit von 1,6 Sek. auswählen (dies ist ein gutes Ergebnis, wenn man berücksichtig, dass die empfohlene Markierungszeit bei 2 Sek. liegt). Zusätzlich hat sich erwiesen, dass er in der Kommunikation mit C-Eye beide Augen nutzt.

Laut der aktuellen augenärztlichen Diagnose kann der Patient sehen. Dies ist überraschend, wenn man die ursprüngliche Diagnose – durchtrennte Sehnerven – in Betracht zieht.

Es ist schwierig, eindeutig festzustellen, ob der Patient von Anfang an sehen konnte, nur schlecht diagnostiziert wurde oder ob ihm Training und systematische Blickstimulation geholfen haben. Am wichtigsten ist jedoch, dass er sieht und C-Eye problemlos verwenden kann – bei therapeutischen Sitzungen sowie als Kommunikationswerkzeug.

Paweł

Die Mutter von Paweł veröffentlichte den folgenden Post:

„Wie ihr wisst, suchen meine Eltern seit fast zwei Jahren die Antwort auf die Frage, ob ich sehen kann oder nicht. Der letzte Besuch in Krakau bei einer sehr bekannten Augenärztin gab uns keine Antwort, mehr noch − er hat uns von der weiteren Diagnostik stark entmutigt. Auf der Rückreise aus Krakau stellten meine Eltern fest, dass wir nicht weitersuchen würden, wenn kein Augenarzt uns irgendetwas sagen kann − wir würden aufgeben. Wir würden uns auf unsere Eindrücke berufen. Meine Mutter wäre allerdings nicht meine Mutter, wenn sie tatsächlich aufgegeben hätte. Sie hat so lange gesucht und herumgewühlt, bis sie den Hoffnungsschimmer, C-Eye genannt, gefunden hat. Tja, ihr seht ja, was draußen los ist, es ist schrecklich kalt. Dies hinderte uns jedoch nicht daran, zu packen und eine Exkursion von 450 km zu machen. Fünf Stunden im Auto bei -20 °C ist schon eine Leistung. Das wichtigste ist aber, dass wir bereits nach einigen Momenten, nachdem das Gerät gestartet wurde, die Antwort wussten – ich sehe!!! Ich sehe!!! Meine Eltern hatten es richtig vorausgeahnt. Bei der Untersuchung bekamen wir eine Menge von Antworten, nach denen wir fast zwei Jahre lang gesucht hatten!!! Gebt niemals auf!!! Man muss kämpfen – wir werden kämpfen und dieses Jahr gehört uns.

In dem Film könnt ihr sehen, wie ich mit C-Eye arbeite. Der erscheinende und verschwindende Tupfen auf dem Bildschirm ist die Stelle, die ich gerade anschaue. Wie man sieht, habe ich ein großes Problem damit, den Blick einen längeren Moment zu fixieren. Ich trainiere aber mit meiner neuen Tante − Marta − und konnte bereits eine Katze auf dem Bildschirm streicheln. Ein Bravo für mich!!!

Dies ist noch nicht das Ende meiner Geschichte mit C-Eye. Jetzt war ich dort zwei Tage lang, aber im Frühling möchte ich dort länger bleiben und mehr trainieren. Dann geht’s richtig ab!“

Bartek

Bartek ist ein junger, gebildeter und intelligenter Mann. Vor drei Jahren wurde er auf einem Zebrastreifen überfahren und erlitt eine Hirnverletzung. Als er ins Reha-Zentrum gelangte, wies er keine Anzeichen von Bewusstsein auf. Seine Augenbewegungen waren weitgehend gestört. Die ersten Sitzungen mit C-Eye begannen damit, dass er nur einzelne Bilder bei einer Markierungszeit von 1,4 Sek. auswählte. Nach einem Jahr systematischer Arbeit mit C-Eye führt Bartek Aufgaben korrekt aus und kommuniziert problemlos mit Hilfe des Geräts. Seit einer gewissen Zeit verwendet er die virtuelle Tastatur. Letztens schrieb er damit: „Ich möchte einkaufen gehen”, „Ich möchte einen tollen Trainingsanzug kaufen“. Sein Wunsch wurde erfüllt und Bartek war sehr glücklich.

Erwähnenswert ist dabei, dass seine aktuelle Markierungszeit bei 2,3 Sek. liegt, was von einer hohen Effektivität bei der Anwendung des Geräts zeugt. Bartek kommuniziert reibungslos seine aktuellen Bedürfnisse und wählt alleine Musik aus. Er versucht auch, mit Hilfe von C-Eye ein Buch zu lesen. Wichtig ist dabei, dass die Arbeit mit C-Eye auch seine logopädische Therapie bedeutend unterstützt. In Barteks Gehirn konnte die Aktivierung des Sprachzentrums festgestellt werden. Er versucht nämlich oft, die auf dem Bildschirm erscheinenden Laute und Silben zu verbalisieren.

Pani Beata

Als mein Mann nach einem Hirnschlag bereits vier Monate lang im Krankenhaus behandelt wurde, dachte ich, dass man mit ihm keinen Kontakt hat. Die Arbeit mit C-Eye hat aber gezeigt, dass sich mein Mann dessen bewusst ist, was sich um ihn herum abspielt. Noch wichtiger ist, dass er mit uns seine Emotionen, Ängste und Bedürfnisse teilen kann. Und das „ICH LIEBE DICH“, dass er mir mitteilte, gab mir Kraft zum weiteren Kampf gegen die Krankheit.